Das trugschluss kollektiv

Als risikobereites und noch junges Kollektiv will trugschluss München immer wieder überraschen: mit musikalischen und künstlerisch hochwertigen Extrempositionen abseits des Mainstreams und üblicher Konzertgewohnheiten. Der Zusammenschluss von fünf Münchner Kulturschaffenden – Dramaturgen Musikwissenschaftler und Kulturmanager – richtet sich gegen einige Tendenzen im standardisierten Musikbetrieb und möchte mit unkonventionellen und innovativen Veranstaltungsformaten wieder neue Aufmerksamkeit für kluge Musik wecken. Nach drei Jahren in Marburg veranstaltet das trugschluss-Kollektiv seit 2017 in München. Die Erfahrungen, die alle Kollektiv-Mitglieder in diversen etablierten Institutionen im Bereich der Zeitgenössischen Musik und darüber hinaus im Klassik- und im allgemeinen Kulturbetrieb bis heute sammeln, bilden die Basis, von der aus eigene künstlerische Wege beschritten werden. Absolute künstlerische Offenheit, einkalkuliertes Risiko zum Scheitern, Hang zum kollaborativen Arbeiten und ein wachsendes (über)regionales Netzwerk motivieren das Kollektiv.

Mia Huppert, geboren 1988 bei Stuttgart, absolvierte den B.A. in Musikwissenschaft und Musikinformatik an der Hochschule für Musik in Karlsruhe und den M.A. Musik- und Kulturmanagement an der Münchner Musikhochschule. Sie war beim Netzwerkverein für Neue Musik „Musik 21 Niedersachsen“ in Hannover aktiv. Nach ihrer Tätigkeit beim Zentralen Dienst der Bayerischen Staatstheater in München ist sie aktuell Assistentin des Generalmusikdirektors Kirill Petrenko sowie der musikalischen Direktorin an der Bayerischen Staatsoper.

 

Johanna Kämper, geboren 1988, studierte den B.A. Kunst, Musik und Medien in Marburg und den M.A. Kultur- und Musikmanagement an der Musikhochschule München. Sie war u.a. beim Acht Brücken Festival Köln sowie für ECM Records tätig und übernahm von 2013-2015 Managementaufgaben für die Münchner Klangkörper ensemble oktopus und opus21musikplus. Seit 2015 arbeitet sie für das Tollwood Festival München.


Julian Kämper, 1989 in München geboren, studierte M.A. Musikwissenschaft mit Kunstgeschichte und Medienwissenschaft in Marburg und promoviert derzeit über Sportkonzepte in zeitgenössischer Musik (Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes). 2014-2016 war er als Dramaturgieassistent an der Jungen Oper Stuttgart tätig und realisierte bereits dramaturgische Projekte u.a. für die Münchner Philharmoniker und das Künstlerkollektiv stock11. Er ist freier Autor für Print und Rundfunk.

 

Alexander Richard, Jahrgang 1996, studiert Politikwissenschaften an der LMU München. Im Anschluss an eine Werksstudententätigkeit im Zentralen Dienst der Bayerischen Staatstheater ist er aktuell als Werkstudent bei der actori GmbH im Development der Bayerischen Staatsoper beschäftigt.

 
Nikolaus Witty, 1986 in Lörrach geboren, befasst sich als freier Dramaturg mit Projektentwicklungen in installativen und performativen Settings. 2010 hat er an der Bayerischen Staatsoper im Bereich Dramaturgie gearbeitet. Nach einem Dramaturgiediplom an der Bayerischen Theaterakademie August Everding und einem Magister an der Münchner Hochschule für Philosophie war er bis 2016 in der Kommunikationsabteilung an der Oper Stuttgart tätig.